AUFGABEN

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weitere Wirkungskreise

Berufsbetreuer

Betreuerinnen und Betreuer haben die Aufgabe, Menschen zu beraten, zu vertreten und zu unterstützen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten (teilweise) nicht selbst erledigen können. Wille und Wohl der betroffenen Menschen stehen dabei unter besonderer Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention an erster Stelle – so schreiben es die Gesetze vor.

Betreuungen werden grundsätzlich von den zuständigen Amtsgerichten eingerichtet. Gesetzlich geregelt ist, dass Betreuungen nach Möglichkeit nur in spezifischen Aufgabenfeldern und nicht pauschal eingerichtet werden. Diese Regelung soll ein möglichst selbstbestimmtes Leben – gerade auch nach Einrichtung einer Betreuung – der betroffenen Menschen gewährleisten.

 

 



Aufenthaltsbestimmung

Dieser Aufgabenkreis ermöglicht es dem Betreuer etwa das bisherige Mietverhältnis zu kündigen und einen neuen Mietvertrag abzuschließen (jeweils unter Beachtung des § 1907 BGB, d.h. nur mit Genehmigung des Betreuungsgerichtes). Auch kann er solchermaßen legitimiert einen Vertrag mit einem Seniorenheim abschließen und auch kündigen oder etwa den Wohnsitz des Betreuten aufheben bzw. neu begründen.
Nur im Falle einer akuten Selbstgefährdung kann der Betreuer die Unterbringung des Betreuten (insofern unter Beachtung des § 1906 BGB, d.h. ebenfalls nur mit Genehmigung des Betreuungsgerichtes) in einer geschlossenen Einrichtung oder einem psychiatrischen Krankenhaus veranlassen. Voraussetzung dieser Form der freiheitsentziehenden Unterbringung ist vorab die Übertragung des Wirkungskreises der Aufenthaltsbestimmung durch das Betreuungsgericht.