AUFGABEN

Gesundheitssorge Vermögensregelung Wohnungsangelegenheiten Aufenthaltsbestimmung Behördenangelegenheiten Postangelegenheiten
weitere Wirkungskreise

Berufsbetreuer

Betreuerinnen und Betreuer haben die Aufgabe, Menschen zu beraten, zu vertreten und zu unterstützen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten (teilweise) nicht selbst erledigen können. Wille und Wohl der betroffenen Menschen stehen dabei unter besonderer Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention an erster Stelle – so schreiben es die Gesetze vor.

Betreuungen werden grundsätzlich von den zuständigen Amtsgerichten eingerichtet. Gesetzlich geregelt ist, dass Betreuungen nach Möglichkeit nur in spezifischen Aufgabenfeldern und nicht pauschal eingerichtet werden. Diese Regelung soll ein möglichst selbstbestimmtes Leben – gerade auch nach Einrichtung einer Betreuung – der betroffenen Menschen gewährleisten.

 

 



Behördenangelegenheiten
(auch: "Vertretung bei Institutionen und Behörden")

Der Betreuer vertritt den Betreuten bei Ämtern, Behörden, Versicherungen usw.. Er macht Ansprüche geltend z. B. beim Grundsicherungsamt, den Rentenanstalten, dem Finanzamt, der Arbeitsagentur etc..
Auch hier gilt der Grundsatz, dass der Betreute diese Angelegenheit selbst ausführen kann, sofern kein Einwilligungsvorbehalt eingerichtet wurde. Besteht aber ein Einwilligungsvorbehalt, unterliegt der Betreuer den Mitwirkungspflichten bei Behördenanträgen wie der Betreute selbst. Er kann so legitimiert auch Rechtsmittel gegen Bescheiden etc. einlegen und Erklärungen gegenüber den Behörden usw. abgeben.
Bescheide müssen dem Betreuer überstellt werden, sofern er erklärt hat, dass er für die jeweiligen Verwaltungsverfahren zuständig ist.