AUFGABEN

Gesundheitssorge Vermögensregelung Wohnungsangelegenheiten Aufenthaltsbestimmung Behördenangelegenheiten Postangelegenheiten
weitere Wirkungskreise

Berufsbetreuer

Betreuerinnen und Betreuer haben die Aufgabe, Menschen zu beraten, zu vertreten und zu unterstützen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten (teilweise) nicht selbst erledigen können. Wille und Wohl der betroffenen Menschen stehen dabei unter besonderer Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention an erster Stelle – so schreiben es die Gesetze vor.

Betreuungen werden grundsätzlich von den zuständigen Amtsgerichten eingerichtet. Gesetzlich geregelt ist, dass Betreuungen nach Möglichkeit nur in spezifischen Aufgabenfeldern und nicht pauschal eingerichtet werden. Diese Regelung soll ein möglichst selbstbestimmtes Leben – gerade auch nach Einrichtung einer Betreuung – der betroffenen Menschen gewährleisten.

 



Gesundheitssorge

Im Rahmen der Gesundheitssorge kann der Betreuer Einwilligungen für medizinische Eingriffe (einige sind durch das Gericht genehmigungspflichtig z.B. bei Lebensgefahr) und Maßnahmen erteilen, sofern der Betreute dazu selbst nicht in der Lage ist oder ausdrücklich den Wunsch äußert, dass seine Interessen in diesem Bereich durch den Betreuer vertreten werden sollen.

Der Betreuer darf Einsicht in Krankenakten nehmen. Ärzte und Pflegepersonal sind ihm gegenüber von der Schweigepflicht entbunden. Der Arzt/die Ärztin muss mit dem Betreuer Sinn und Notwendigkeit von Behandlungen und Maßnahmen besprechen. Weiter muss der Betreuer dafür Sorge tragen, dass der Betreute krankenversichert ist. Er sorgt ferner für die Sicherstellung und Beaufsichtigung der Pflege und Heilbehandlung.