AUFGABEN

Gesundheitssorge Vermögensregelung Wohnungsangelegenheiten Aufenthaltsbestimmung Behördenangelegenheiten Postangelegenheiten
weitere Wirkungskreise

Berufsbetreuer

Betreuerinnen und Betreuer haben die Aufgabe, Menschen zu beraten, zu vertreten und zu unterstützen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten (teilweise) nicht selbst erledigen können. Wille und Wohl der betroffenen Menschen stehen dabei unter besonderer Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention an erster Stelle – so schreiben es die Gesetze vor.

Betreuungen werden grundsätzlich von den zuständigen Amtsgerichten eingerichtet. Gesetzlich geregelt ist, dass Betreuungen nach Möglichkeit nur in spezifischen Aufgabenfeldern und nicht pauschal eingerichtet werden. Diese Regelung soll ein möglichst selbstbestimmtes Leben – gerade auch nach Einrichtung einer Betreuung – der betroffenen Menschen gewährleisten.

 



Postangelegenheiten

Das Grundgesetz schützt in Artikel 10 das Brief, Post- und Fernmeldegeheimnis. Daher ist der Betroffene auch nach Bestellung eines Betreuers grundsätzlich nicht gehindert, soziale Kontakte zu unterhalten, er kann ungehindert Briefe schreiben, telefonieren, aber auch angerufen und angeschrieben werden.
Es gibt aber manchmal Fälle, in denen die Kommunikation des Betroffenen in seinem Interesse bzw. zu seinem Schutz eingeschränkt werden muss.
Dann kann das Gericht einen Betreuer bestellen, der auch die Befugnis hat, den Fernmeldeverkehr des Betroffenen zu kontrollieren, die Post zu öffnen und anzuhalten, mit Ausnahme rein privater Post, die ungeöffnet an den Betreuten weitergeleitet wird.